Akita Inu

Der Japaner

Der Akita Inu ist eine uralte japanische Hunderasse. Er ist unverwechselbar, markant, eine respekteinflößende Erscheinung. Seine Gestalt und besonders seine Mimik haben den Ausdruck eines Wolfes. Tatsächlich zählt der Akita zu den Hunderassen, die dem Wolf genetisch am nächsten stehen. Der Akita ist ein stattlicher Hund mit in sich ruhender, würdevoller Ausstrahlung. Er hat eine Widerristhöhe von 58 bis 70 cm bei einem Gewicht von 28 bis 40 KG. Typisch ist sein rot-falbfarbenes oder sesamfarbenes sehr plüschig wirkendes Fell. Die Rute trägt er über dem Rücken. Besonders markant sind die immer aufmerksam nach vorne gespitzten Ohren. Er hat einen ausgewogenen Körperbau ohne Übertreibungen. In seiner Heimat nennt man ihn auch Akita Ken. Inu und Ken meinen auf Japanisch Hund. Die Bezeichnung Akita stammt von der gleichnamigen Präfektur im Nordwesten Japans rund um die Stadt Odate. Diese gilt noch heute als die Hundestadt Japans. In seiner Heimat dient der Akita als Wachhund und zuweilen als Zughund. Über Jahrhunderte hinweg wurde er für Hundekämpfe missbraucht. Seit Urzeiten werden Akitas zudem als Jagdhunde verwendet. Sie gelten als hervorragende aber selbständig arbeitende Helfer des Jägers. Dieses Erbe ist beim Akita noch heute lebendig. Das macht einen guten Teil seines besonderen Charmes. Hier liegt aber auch die große Herausforderung an seine Haltung. Er ist ein eigenständiger, sehr selbstbewusster und doch zugleich feinfühliger Hund. Er ist nicht unterwürfig. Er wartet nicht auf Anweisungen. Fremden gegenüber ist er gleichgültig bis abweisend. Zu seiner Bezugsperson entwickelt er eine starke Bindung. Er ist vom Typ des "Einmannhundes" wie ihn Nobelpreisträger Konrad Lorenz beschrieb. Viele Akitas haben einen starken Jagdtrieb. Das alles erfordert Erfahrung, Einfühlungsvermögen und viel Hunde- ja selbst ein bisschen Wolfsverstand. Daher ist der Akita kein Hund für Anfänger. Er ist eine Herausforderung, die überreich belohnt werden kann. Diese Belohnung müssen sich Herrchen oder Frauchen hart erarbeiten. Dann ist dieser intelligente Hund ein ausgesprochen treuer, kooperativer, zuvorkommender Partner seinen Menschen gegenüber. Doch bleibt er immer ein wenig geheimnisvoll. Er ist selbstbewusst, bedächtig und bleibt selbst in hektischen Situationen gelassen. Er strahlt Ruhe, Erhabenheit und zugleich die Wildheit eines Wolfes aus. Legendär ist seine Treue. Der berühmteste Akita war "Hachiko". Ihm wurde am Tokioter Bahnhof Shibuya ein Denkmal erbaut. Hollywood drehte den gleichnamigen Film. Der Akita ist eine archaische, unverwechselbare, stolze Hunderasse, die kein Hundefreund missen will.

Die Erziehung des Akitas erfordert viel Hundeverstand und vor allem Respekt vor seiner Persönlichkeit. Der Akita ist eigenwillig und kein Diener, der nur darauf wartet, Befehle seines Halters befolgen zu dürfen. Man muss ihn mit einfühlsamer Hand führen. Zugleich müssen klare Grenzen gesetzt und stringent eingehalten werden. Man kann ihn nicht zwingen, man muss ihn überzeugen. Ansonsten ist die Haltung für fachkundige Herrchen oder Frauchen problemlos. Akitas sind gute Wachhunde, die gerne einmal anschlagen. Seiner Familie gegenüber entwickelt der Akita einen starken Schutztrieb, den man auf keinen Fall unkontrolliert lassen sollte. Allein der Halter muss bestimmen, was wann und wie "verteidigt" werden soll. Akitas haben kaum Eigengeruch. Sie haaren wenig, außer in der Phase des Fellwechsels. Dann löst sich ein großer Teil der dicken Unterwolle. Ansonsten ist der Akita robust und pflegeleicht. In der Zucht des Akitas sind einige erblich bedingten Krankheiten verbreitet. Daher sollte man nur vor Ort bei einem verantwortungsbewussten Züchter kaufen. Akitas aus seriöser Zucht erreichen nicht selten 12 und mehr Lebensjahre bei guter Fitness.

Wenn Sie einen Hund haben wollen, der

+ ein urtümlicher, wölfischer Typ ist

+ Selbstbewusstsein und eigenen Willen zeigt

+ sie als intelligenten Freund und Partner fordert

+ ihrer Familie ein zuverlässiger Beschützer ist

dann passt der Akita Inu ganz hervorragend zu Ihnen.

Wenn Sie einen Hund haben wollen, der

+ leicht zu führen ist

+ mit einer Runde Gassi um den Block ausgelastet ist

+ der nur darauf wartet, ihre Wünsche zu erfüllen

+ auch für Anfänger geeignet sein soll

dann ist der Akita Inu wahrscheinlich nicht der richtige Partner für Sie.

Christoph Jung

Erziehung

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Pflege

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Beschäftigung

****

Bewegung

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Familie

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Anfänger

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